So leicht legt man uns nicht „auf Eis“!

Die Zeichen standen auf Weihnachten, das Wetter eher auf Frühling. Kurz gesagt, optimale Bedingungen für eine kleine Reise in die fränkische Provinz.

Die letzten Begegnungen zwischen Fürth und Leipzig versprachen eine spannende Partie und so fielen die abgegebenen Tipps im Auto auch durchaus unterschiedlich aus. Von einem (zugegeben mit der Vereinsbrille getipptem) klaren Sieg bis zu einem oh oh oh, das könnte aber knapp werden, war alles im Topf.
Wie spannend es wirklich werden würde, ahnte zu diesem Moment natürlich noch niemand.

Die Anreise verlief problemlos und die Parkplatzsuche gestaltete sich erstaunlich entspannt. Zu Fuß ging es die letzten Meter bis zum Stadion am Laubenweg. Wieder einmal hatte die Faulheit bei uns gesiegt und so führte unser Weg direkt am Fanblock der grün/weißen vorbei.
Die Mehrheit der „Gegner“ schien sich aber wenig für uns zu interessieren.

Bullen auf Eis legen

Die erste „Überraschung“ erwartete uns dann im Gästeblock. Trotz sommerlicher Temperaturen wurde hier offensichtlich gestreut. Verwunderung machte sich bei uns breit?!? Zum Glück hatten wir lange genug vorm Stadion getrödelt, so dass wir den Grund dafür nicht am eigenen Leib spüren mussten.
Ein paar der Fürther Traditionsverteidiger hatten es sich zur Aufgabe gemacht uns „auf Eis“ zu legen und mangels echtem Winter auf das verschütten von Speiseöl zurück gegriffen.
Passiert ist dank des Einsatzes der ersten eintreffenden Fans und unseres Fanbetreuers glücklicherweise nichts. Niveau sieht trotzdem anders aus.

Dank ca. 2000 Leipziger Fans war die Stimmung im Block entsprechend gut und unsere Gastgeber mussten sich irgendwann die Frage gefallen lassen, warum sie denn bei einem Heimspiel so laut seien.
So richtig laut waren sie dann auch wirklich nur ein einziges Mal.
Dazu kommen wir aber erst später.

Bis zur Halbzeit passierte auf beiden Seiten recht wenig, was uns aber nicht beeindrucken konnte. Immerhin hatten „wir“ die letzten Partien ja fast ausschließlich in Halbzeit zwei gewonnen. Nach der Pause war es dann soweit. Ein paar ansehnliche Spielzüge und ein großartiges Solo von Poulsen reichten um endlich den Ball im richtigen Netz zappeln zu sehen.

In der Folge schien sich RB darauf zu verlagern auf Konter zu lauern und ansonsten den eigenen Strafraum sauber zu halten. Irgendwie hatten wir das Gefühl, so ein zweites Tor könnte als Sicherheit nicht schaden.
Wie richtig wir damit lagen, erfuhren wir in der Nachspielzeit.
Nukan verteidigt eine von ihm selbst verursachte Ecke, geht dabei unglücklich zu Boden, bleibt liegen und behindert damit Coltorti. Schwupps 1:1 – manchmal läuft es nicht so.
Da war er also der Moment, der Moment in dem man die Fürther tatsächlich mal gehört hat. Ein kurzer Moment, wie sich gleich zeigen wird.

Dann nur kurze Zeit später, wir hatten uns eigentlich schon mit dem unentschieden abgefunden, bekommen unsere Jungs nochmal einen Freistoß zugesprochen. Kaiser (klar, wer sonst) tritt an, Orban verlängert und Ilse machten rein. Der Block tobt, einige wenige fallen vorn übern Zaun und ab dann war durchsingen angesagt.

Schala-lala-lala-la, vorwärts Rasenball, RASENBALL, vorwärts Rasenball.

Auf eine wunderbare Rückrunde.

Autor: Holger

Süchtig nach dem Rasenball. Dauerkarte Sektor B. Bei 13/17 Spielen auswärts dabei.

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